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Freie Wählervereinigung Sierksdorf

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Ein wenig aus unserer Geschichte....

Einige markante Jahreszahlen, die in der Literatur zu finden sind:

1312: Ersterwähnung von Roge (Villae Rogae) ***
1361: Ersterwähnung von Sierksdorf und Pohnsdorf (Syrikestorpe und villam Ponstorpe)
1388: Ersterwähnung von Hof Altona (Altenaa)
1477: Ersterwähnung der Siedlung Strande
1566: Ersterwähnung von Gut Oevelgönne
1650: Ersterwähnung von Stawedder (Keerwerd)
1686: Das Dorf Pohnsdorf wird niedergelegt. An seiner Statt entsteht der Hof Wintershagen
......
1913: Sierksdorf wird an das Stromnetz angeschloßen

*** Die an dieser Stelle aufgeführten Ersterwähnungen sind der "Chronik Amt-Neustadt-Land" entnommen. Diese Zahlen wiederrum sind offensichtlich dem Werk "Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein / Dr. Wolfgang Laur - Wachtholzverlag 1993" entnommen. Hier findet man allerdings auch einen Verweis auf "Schleswig-Holsteinische Regesten und Urkunden Bd. II - S. 826" aus dem Jahre 1888. Hier wird der Stadt Neustadt das Stadtrecht von Graf Johann v. Holstein und Schauenburg bestätigt - und zwar in der Abschrift datiert mit 1393 - korrigiert auf 1293. Besagter Graf Johann übernahm 1239 zusammen mit seinem Bruder Gerhard die Regentschaft über Schleswig-Holstein von Graf Adolf IV. 1273 teilten sie das Land und Graf Johann bekam den holsteinischen Teil. In der genannten Stadtrechtbestätigung wird auch das Stadtgebiet beschreiben und dort taucht bereits der Name "Villae Rogae" auf. (Et per hos Terminos usque ad metas Villae Rogae, inde usque ad metas et distinctiones antiquae Crempae). Dies bedeutet in etwa: Und durch diese Grenze bis an die Grenzflächen des Dorfes Rogae und von dort bis an die Grenzflächen und Scheide von Alt Crempae. Das Jahr 1393 kann aber nicht stimmen, da Graf Johann I von 1223 bis 1263 lebte, Graf Johann II lebte von 1253 bis 1321 und Graf Johann III lebte von 1297 bis 1359. Somit lebte im Jahr 1393 keiner der Grafen Johann v. Holstein und kann somit nicht 1393 die Stadtrechte von Neustadt bestätigt haben. Die Jahreszahlen in diesem Dokument sind in römischen Ziffern dargestellt und hier passierte vermutlich in der Abschrift auch der Fehler. So wurde aus MCCXCIII (1293) in der Abschrift dann MCCCXCIII (1393). 

Einige Informationen zu unserem Gemeindegebiet - entnommen der "Chronik Amt Neustadt-Land" aus dem Jahre 1990

Gutsbezirk OevelgönneUmgebung Neustadt

Im 16. Jahrhundert hat sich die verwaltungsmäßige Einteilung gebildet, die mit wenigen Veränderungen bis in die preußische Zeit Bestand gehabt hat und in wesentlichen Zügen auch noch heute die Abgrenzungen unserer Gemeinde darstellt. Allerdings trug diese verwaltungsmäßige Einheit den Namen "Adeliger Gutsbezirk Oevelgönne".

Nachdem 1867 das Königreich Preußen sich Schleswig-Holstein einverleibt hatte, wurde mit einer Verwaltungsreform begonnen. Zunächst änderte sich für unsere Region nur der Name in "Gutsbezirk Oevelgönne".

Im Jahr 1889 wurde hieraus dann der "Amtsbezirk Oevelgönne". Dieser bestand aus dem Gutsbezirk Oevelgönne, Gutsbezirk Wintershagen, Landgemeinde Sierksdorf und Landgemeinde Roge. Zwischen den Weltkriegen begann man damit die Gutsbezirke abzuschaffen und in Landgemeinden umzuwandeln.

1928 wurde der Amtsbezirk Oevelgönne aufgelöst. Der Gutsbezirk Oevelgönne wurde mit der Landgemeinde Roge zusammengelegt sowie Wintershagen mit der Landgemeinde Sierksdorf. Beide kamen zum Amtsbezirk Sierhagen. Zwischen 1934 und 1938 fanden hier mehrere Namensänderungen und Umgliederungen statt.  Seit 1938 bestand dann der neu gegründete Amtsbezirk Sierksdorf aus der Gemeinde Sierksdorf, Altona, Stawedder, Wintershagen und Roge mit Oevelgönne, was dem alten Amtsbezirk Oevelgönne seit 1867 bzw. 1928 entsprach.

Das Büro des Amtes Sierksdorf war von 1949 bis 1955 in der Brückstr. 31 in Neustadt untergebracht. 1955 zog man zum Hafensteig 1 um und nutzte dieses Gebäude zunächst mit der Gemeinde Schashagen zusammen. 1970 wurden im Rahmen einer Ämterreform dann die Gemeinden Altenkrempe, Schashagen und Sierksdorf verwaltungstechnisch zum Amt Neustadt-Land zusammengelegt. Im Jahre 2005 fusionierten die Ämter Neustadt-Land und Schönwalde zum neuen Amt Ostholstein-Mitte.

 

Die folgenden Beschreibungen einiger Ortsteile unserer Gemeinde sind dem 1925 erschienen Buch

"Aus dem Winkel - Heimatkundliches aus dem Kreise Oldenburg" von Franz Böttger entnommen:

Altona:

 Im Jahre 1486 verkaufte Detlev von Buchwald zu Hasselburg den halben See zu Altona mit der in demselben belegenen Burgstätte und der Wiese an das Ahrensböker Kloster. Altona war Meierhof von Oevelgönne und wurde 1856 getrennt. Eine Stelle heißt "Siedenkamp".

Oevelgönne (vormals Oevelgünne):

 Oevelgönne wird von der alten friesischem Ansiedlung Süsel, die schon in Dankwerths Chronik 1142 erwähnt wird, durch den Süseler See geschieden, daher der Name: ant över gün, d.h. am jenseitigen Ufer. Oevelgönne mit dem Meierhof Altona und den umliegenden Dörfern war in älterer Zeit im Besitze der Familie von Buchwald auf Rethwisch und Hasselburg. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts wird ein Claus Pogwisch als Besitzer von Oevelgönne genannt. Im Anfang des 15. Jahrhunderts wird ein Hof Rogestorp erwähnt, welcher wahrscheinlich auf den Hoffeldern Altendorfs Teichkoppel und Roggenkamp gelegen hat, und aus dessen Niederlegung Oevelgönne zum Teil entstanden ist. 1628 wurde Oevelgönne von kaiserlichen Soldaten stark mitgenommen, und 1633 lagen noch viele Hufen wüst. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts (18.) gehörten zum Gute außer dem Haupthof der Meierhof Altona und die Dörfer und Stellen Lungenbusch, Pohnsdorfer Mühle, Roge, Siedenkamp, Sierksdorf, Stabi, Stawedder und Steinberg. Jetzt ist alles abgelöst. Die Hufenstellen in den Dörfern Roge und Sierksdorf wurden 1802 und 1803 in Erbpacht gegeben und 1857 in Eigentumsstellen umgewandelt. Wintershagen wurde 1801 und Altona 1856 verkauft. Die höchste Erhebung im Gute heißt: Sonnenschein. Von hier aus bietet sich eine schöne Aussicht über die Lübecker Bucht, den Süseler See und die beiden Gehölze Steinberg und Heimböß. Ein altes Torhaus ist noch erhalten. Ein sehr altes, aus Eichenholz geschnitztes schleswig-holsteinisches Wappen, von 2 Löwen gehalten, wurde auf Altona in der Scheune gefunden und im Herrenhaus zu Oevelgönne angebracht. An der Seite des Wappens stehen die Buchstaben D.H.D. und Z.S.H. Auf dem Burgberg sind Grabungen vorgenommen und Urnen, Scherben und Knochen, darunter eine Walfischrippe sowie auch einige eiserne Geräte gefunden.

Pohnsdorfer Mühle:

Hier lag früher ein Dorf Pohnsdorf. Der Mühle war in früherer Zeit das Gut Oevelgönne zwangspflichtig.

Roge:

 Noch 1514 stand zu Roge ein adeliger Hof, auf dem damals Hartwig von Mestorp wohnte. Später gehörte das Dorf zum Gute Oevelgönne.

Sierksdorf (Syrekestorp):

 Es gehörte früher zu Oevelgönne. Eine ausgebaute Stelle heißt "Auf dem Mittelfeld", eine Kate Pfingstbek, eine Halbhufe Voßberg.

Stawedder:

Der Hof ist aus einigen Erbpachtstellen entstanden, welche von dem ehemaligen Hof Altona im Gute Oevelgönne abgetrennt sind. Dann gehörte seit 1861 eine frühere Sierksdorfer Hufenstelle "Ziegelei" dazu. Früher ist hier auf dem Hofe Seidenraupenzucht betrieben worden. *(Diese Ziegelei war dort wo heute das Haus Mira Mare steht)

Wintershagen:

 Es ist aus dem Dorfe Ponestorpe entstanden, welches südlich der Pohnsdorfer Mühle gelegen war und auf älteren Karten mit dem Namen "Höfen" bezeichnet wird. Der Hof, welcher 1801 vom Haupthofe getrennt wurde, ist unter die adeligen Güter aufgenommen worden. 1815 geriet er in Konkurs. In der Nähe liegen die beiden Methkaten. Die eine dieser beiden ist bis 1790 Schulhaus gewesen und wurde nachher Wirtschaft und Hökerei. Der Inhaber handelte mit Kümmel, Bier und Met, daher der Name. In der Nähe des Strandes liegt Strandekaten. Hier lag damals ein Dorf Strande. 1785 waren hier 3 Bauern ansässig. Noch jetzt sind 2 von den großen Bauernhäusern vorhanden, während Wirtschaftgebäude abgebrochen sind (1805-1810). In einer Kate, Eulenkrug, neben der Pohnsdorfer Mühle ist noch um 1890 herum Schankwirtschaft betrieben worden. Im 17. Jahrhundert ist im Eulenkrug neben der Windmühle eine Wassermühle gewesen, und der Müller hat zugleich Eulenkrug in Besitz gehabt. Der frühere Mühlenteich ist in eine Wiese umgewandelt worden.

 

Hier finden Sie ein Prospekt und Gatsgeberverzeichnis von Sierksdorf aus dem Jahre 1958 (zum laden...dauert klein wenig)

Und hier direkt zum anschauen.....

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