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Freie Wählervereinigung Sierksdorf

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Informationen zur Beltquerung

Die FWV hat diesem Projekt gegenüber stets eine kritische Haltung eingenommen. Warum ? Die Gründe sind vielfältig.

1. Es gibt heute  funktionierende Verbindungen: Der Güterverkehr wird per Bahn über die Strecke Hamburg-Flensburg abgewickelt oder per Schiff von den Lübecker und Rostocker Häfen. Gerade der Transport per Schiff ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch gesehen die sinnvollste Art des Transportes. Bei einer Verlagerung auf die Vogelfluglinie ist dann mit Arbeitsplatzverlusten zu rechnen. Zusätzliche Arbeitsplätze werden verloren gehen, wenn früher oder später auch die Fährverbindung von Puttgarden eingestellt wird.
2. Auch wenn Dänemark die Kosten für den Tunnelbau vorfinanziert, werden für die nötige Hinterlandanbindung auf deutscher Seite erhebliche Kosten anfallen. Der Bundesrechnungshof hat 2010 bereits die geschätzten 850 Mill. € für zu niedrig gehalten und geht von ca. 1.7 Mrd. € aus. Sollte auf großen Teilen eine vollkommen neue Trasse angelegt werden müssen, ist auch diese Summe unrealistisch. Vor dem Hintergrund der allerorten knappen Kassen fragt man sich: Wo soll das Geld herkommen ?
3. Bei einer Verlegung der Bahntrasse werden unsere Bahnhöfe - so wir überhaupt welche bekommen - dann irgendwo weitab von guter Erreichbarkeit auf der grünen Wiese entstehen. Laut Aussage der Bahn wird die alte Trasse definitiv nicht weiter betrieben. Wertvolles Ackerland geht verloren und viele landwirtschaftliche Betriebe stehen vor dem Aus.
4. Bleibt die Trasse dort wo sie ist und wird lediglich 2-gleisig ausgebaut und elektrifiziert,  so rattern mitten durch unsere Wohnorte ca. 75 Güterzüge pro Tag - pro Stunde 3. In wieweit diese Zahl betraubar ist, kann man nicht sagen. Die verschiedensten Prognosen ändern sich permanent.

Viele Politiker und Verbandsfunktionäre wollen uns weismachen, dass nicht mehr über das "ob" sondern nur noch über das "wie" gesprochen werden kann, da es zwischen Deutschland und Dänemark einen gültigen Staatsvertrag gibt. Das stimmt so nicht! Gerade dieser Vertrag enthält in §22, Absatz 2 folgende Ausstiegsklausel:

(2) Wie aus Artikel 5 Absatz 4 hervorgeht, gilt der allgemeine Grundsatz, dass die Vertragsstaaten alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um das Projekt gemäß den Annahmen zu verwirklichen. Sollten die Voraussetzungen für das Projekt oder Teile des Projekts sich deutlich anders entwickeln als angenommen und anders, als es zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags bekannt ist, werden die Vertragsstaaten die Lage aufs Neue erörtern. Dies gilt unter anderem für wesentliche Kostensteigerungen im Zusammenhang mit dem Projekt. Die finanziellen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland betreffen in jedem Fall nur die deutschen Hinterlandanbindungen.

 Den gesamten Staatsvertrag finden Sie hier.

Die Gemeindevertretung Sierksdorf hat im Dezember 2010 und März 2011 zwei Resolutionen verabschiedet, die den Bundesverkehrsminister auffordern, o.g. Ausstiegsklausel anzuwenden.

Beide Resolutionen können Sie hier nachlesen

In unserer Gemeinde haben 2010 besorgte Bürger/-innen die Bürgerinitiative HoB (Holstein ohne feste Beltquerung) gegründet. Vorsitzende ist Susanne Brelowski. Diese Bürgerinitiative hat sich mit z.Zt. insgesamt 12 Bürgerinitiativen zwischen Lübeck und Fehmarn zur "Allianz gegen eine feste Fehmarnbeltquerung" zusammengeschlossen. Es geht uns alle an und es betrifft uns alle - machen Sie mit!

Informationen aus der neuesten Allianzbroschüre finden Sie hier

Hier finden Sie den Entwurf - Stand 19.3.2013 - der Gemeinde Sierksdorf zum Raumordnungsverfahren 

 
 
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